Aktuelles aus dem Malchiner Museum in der Stadtmühle
Vereinszusammenkünfte
Zu den Vereinssitzungen, die jeden zweiten Donnerstag im Monat im Saal des Museums stattfinden, sind Gäste herzlich willkommen. Neben den diversen Themen zur Absicherung des Museumsbetriebes wird auch immer gerne über aktuelle städtische Themen diskutiert. Ein so genannter „Klönabend“ sind die Zusammenkünfte allemal.
Nächste Vereinssitzung: Donnerstag, 9. Februar 2012
Ort: Museum in der Stadtmühle Malchin
Zeit: 18:00 Uhr


Der Heimatverein empfiehlt:
Am 6. Dezember 2011 wurde im Malchiner Kino der Film „775 JAHRE MALCHIN, 1236-2011, DAS FESTJAHR 2011“ uraufgeführt. Zur Premiere hatte Bürgermeister Jörg Lange viele Malchiner sowie die Produktionsfirma „neu'eins“ aus Neubrandenburg geladen. In den vergangenen Monaten war das Kamerateam des Neubrandenburger Senders oft in der Stadt anzutreffen. Den würdigen Festakt im Kulturhaus, den rauschenden Festball, das fulminante Altstadt- und das Lichterfest, das Motorradtreffen und das Open-Air-Konzert im Hainholz – all das haben die Filmproduzenten in einem zirka dreißigminütigen Streifen festgehalten. Wie schon beim Malchin-Film vor vier Jahren wurden die Dreharbeiten von Rathaus-Pressemann Thomas Koch begleitet, der wiederum als Autor fungierte. Elisabeth Schnepf-Frahm und Torsten Gertz, die der Moderation ihre Stimmen gaben, waren ebenfalls Gäste der Premiere. Nach der Aufführung zeigten sich die Zuschauer von der Dokumentation des Malchiner Jubiläumsjahres begeistert. Die DVD ist zum Preis von 15 Euro in der Stadtinformation erhältlich.Arbeitsgemeinschaft „Denkmale“
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Am 10. April 2008 wurde durch den Malchiner Heimatverein die Arbeitsgemeinschaft (AG) „Denkmale“ unter Leitung des Malchiner Malermeisters Udo Dohms gegründet. Das Ziel der AG ist es, die Malchiner Denkmale zu dokumentieren und zu erhalten. Die Mitstreiter treffen sich jeden zweiten Donnerstag im Monat um 18 Uhr im Malchiner Museum. Mit den drei Kriegerdenkmälern, dem Denkmal für die gefallenen Malchiner von 1870/71, dem Mahnmal für die 1914-18 Gefallenen und dem Gedenkstein für die Mitarbeiter der Zuckerfabrik (1814-18), möchte die AG „Denkmale“ beginnen. Fotos und Dokumente zu den Objekten werden zusammengetragen und Kostenvoranschläge für deren Sanierung eingeholt.
Um Fördergelder für die Malchiner Denkmäler zu beantragen, war die Erarbeitung eines Denkmalförderungskonzeptes erforderlich. Zudem benötigten die Stadtvertreter eine Information über den Bestand der in städtischem Besitz befindlichen Denkmäler. Am 14.07.2009 erklärte sich die AG Denkmale bereit, an der Erstellung des Konzeptes mitzuarbeiten. Mitte September 2009 war diese Arbeit geschafft. Die Denkmäler wurden nach ihrer kulturhistorischen Bedeutung, der Dringlichkeit der Sanierung und dem derzeitigen Erhaltungszustand eingeteilt. Leider kam es erst in der Stadtvertretersitzung vom 08.09.2010 zur Beschlussfassung über die „Liste der Denkmäler der Stadt Malchin“. Folgende Objekte führen die Reihenfolge an: 1. Park Remplin mit Sternwarte, 2. Kriegerdenkmal am Wall für die Gefallenen des deutsch-französischen Krieges 1870/71, 3. Ratskeller im Rathaus Malchin, 4. Steintor mit Wallbereich.
Beginnend mit dem Haushaltsjahr 2011 will die Stadt entsprechend ihrer Finanzkraft jährlich 20.000 Euro für den Erhalt der städtischen Denkmäler bereitstellen.
Obwohl das Mahnmal nicht auf der Denkmalliste steht, findet der Erhalt des Kriegerdenkmals von 1870/71 großen Zuspruch. Hier hat die AG Denkmale der Stadtverwaltung Gestaltungsideen und Kostenvoranschläge zugearbeitet.
Am 8. November 2011 wurden einige Passanten in Malchin Zeugen eines historischen Augenblicks. Nach 134 Jahren wurden die Blöcke des Kriegerdenkmals, das an die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 erinnert, durch den Malchiner Steinmetzmeister Fritz-Gerhard Berendt und seinen Sohn Thomas demontiert und in Einzelteilen verladen. Die Ausschreibung der Stadt Malchin für die Sanierung der vorhandenen Denkmalreste hatte Berendt für sich entscheiden können. Der schlesische Sandstein wird in den kommenden Monaten aufgearbeitet und mit einer neuen Schrift versehen. Über die hatte der Malchiner Heimatverein in einer seiner letzten Zusammenkünfte beraten. Seit 2008 engagieren sich die Heimatfreunde in einer „Arbeitsgruppe Denkmale“ unter der Leitung von Udo Dohms verstärkt für den Erhalt der Mahnmale der Stadt. Etwa 1,7 Tonnen wiegt der Block mit den Schriftplatten. „Der Sockelstein wird es auf gute 2 Tonnen bringen.“, errechnete Thomas Berendt.
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Immer wieder müssen wir feststellen, dass die von der AG Denkmale aufgestellten Informationstafeln an den Mahnmalen unleserlich gemacht oder soweit beschädigt werden, dass die Tafeln ausgetauscht werden müssen. Mangelnde Geschichtskenntnis, blinde Zerstörungswut und Dummheit kennzeichnen das Handeln mancher Zeitgenossen.
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Wer den Malchiner Heimatverein bei der Wiederherstellung der Malchiner Denkmäler unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf folgendes Konto tun:
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Heimatverein Malchin e.V.
Sparkasse Neubrandenburg-Demmin
Bankleitzahl: 150 502 02
Konto: 51 000 42 88
Verwendungszweck: Denkmale
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Erklärung der Arbeitsgruppe Denkmale des Malchiner Heimatvereins
Die Erhaltung der Malchiner Denk- und Mahnmale liegt den Mitgliedern der AG sehr am Herzen. Dabei möchten wir unterstreichen, dass wir die Umstände, die zur Errichtung derselben geführt haben, zutiefst ablehnen. Die vielen Malchiner Bürger, die in den Weltkriegen ihr Leben verloren haben, hätten gerne weitergelebt. All die Opfer der sinnlosen Metzeleien sind Teil unserer Stadtgeschichte. Diese Geschichte verkörpern die Denk- und Mahnmale in Malchin und den Ortsteilen. Sie sind greifbare Zeugnisse von den düstersten Kapiteln unseres Landes. Unter diesem Aspekt ist das Engagement der Vereinsmitglieder zu sehen. Wir hoffen, dass nie wieder Denkmale für im Krieg gefallene Malchiner errichtet werden müssen.
Einer Glorifizierung der Ereignisse durch einen Wiederaufbau der Objekte erteilen wir eine strikte Absage. Einzig die Bewahrung der Denkmäler als Mahnstätten und die Erinnerung an die Opfer bestimmt unser ehrenamtliches Handeln. Es geht uns nicht um eine „Heldenehrung“ und auch nicht um die Schaffung von künftigen Aufmarschplätzen rechtsorientierter Gruppen. Dieser Verantwortung bei der Neugestaltung der Mahnmale sind sich die Mitglieder des Heimatvereins bewusst.
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