Vereinszusammenkünfte

 

Zu den Vereinssitzungen, die jeden zweiten Donnerstag im Monat im Saal des Museums stattfinden, sind Gäste herzlich willkommen. Neben den diversen Themen zur Absicherung des Museumsbetriebes wird auch immer gerne über aktuelle städtische Themen diskutiert. Ein so genannter „Klönabend“ sind die Zusammenkünfte allemal.

Nächste Vereinssitzung:            

Donnerstag, 11. Oktober 2018

Ort:  Museum in der Stadtmühle Malchin

Zeit: 18:00 Uhr

Otto Haberkost Ausstellung

 

Am Sonntag, dem 23. September 2018, wird um 14 Uhr eine neue Sonderausstellung eröffnet. Sie ist dem Malchiner Malermeister Otto Haberkost gewidmet. Otto Haberkost wurde am 24. April 1905 in Malchin geboren. Von 1911 bis 1919 besuchte er die Volksschule und begann danach eine vierjährige Lehre als Maler bei der Firma Staude. Im August 1920 starb Meister Staude. Geschäftsführer wurde der Malermeister Willi Niencke. Am 28.03.1923 beendete Otto Haberkost seine Lehre und ging für etwa sechs Monate nach Holland, wo er als Geselle tätig war. Bis 1926 war er als Geselle bei Malermeister Niencke tätig. Vom 27.02. bis zum 16.04.1927 war er bei Malermeister Gustav Stülpnagel beschäftigt. Seine Meisterprüfung absolvierte Otto Haberkost am 12.03.1929. Dieses Datum gilt auch als Geschäftseröffnung als selbständiger Handwerker. Seine erste Arbeit war das Haus von Ernst Köhn am Reuterplatz. Zu den Objekten, in denen Haberkost arbeitete, zählten die Schlösser in Basedow und Remplin, das Gutshaus in Briggow und viele Privatkunden. Während des Zweiten Weltkrieges war er von 1941 bis 1945 als Soldat in Russland. In der Kriegsgefangenschaft lernte Otto Haberkost den Holländer Pit Mannebach kennen, der ihm das Malen von Bildern und Losungen beibrachte. Im Herbst 1945 kehrte Haberkost wieder nach Malchin zurück und spezialisierte sich fortan auf das Malen von Bildern, Schriften und Losungen. Auch die Illustration von Büchern, so zum Beispiel für das Buch „Mitten in Mecklenburg“, gehörte zu seiner Arbeit. Otto Haberkost hat nie ganz aufgehört zu arbeiten. Daneben galt sein besonderes Interesse der Pflanzenwelt, und hier besonders der Familie der Orchideen. Er starb am 4. Oktober 1983 in Malchin.   

Der Malchiner Heimatverein bringt Stadt-Kalender für 2019 heraus

 

Bereits im letzten Jahr hatten Torsten Gertz und Reinhold Lützelschwab die Idee, Bildmotive in Malchin von ganz bestimmten Perspektiven nach dem Motto "Einst und jetzt" einander gegenüber zustellen und sie in einem Stadtkalender zu zeigen. Nun ist es soweit. Der Hobbyhistoriker Gertz stellte alte Postkarten aus seiner bedeutenden historischen Sammlung zur Verfügung, die für den Hobbyfotografen Lützelschwab Ansporn waren, das heutige Gesicht der Stadt zu zeigen. Die über 50 Fotos und Reproduktionen begeistern durch Originalität und Stimmung und bieten sicherlich reichlich Gesprächsstoff. Die alten Postkartenmotive zeigen den kleinstädtischen Charakter der einstigen Ackerbürgerstadt. Die vielen Neubauten in Großblockbauweise scheinen heute nicht recht zu passen. In der Zeit akuter Wohnungsnot nach dem Zweiten Weltkrieg, der zwei Drittel der Innenstadt vernichtete, war es aber ein Gebot der Stunde, Wohnraum zu schaffen. Geraume Zeit war Reinhold Lützelschwab in der Stadt unterwegs, um die Motive der Fotografen von einst wiederzufinden. Oft haben sich die Sichtachsen verändert, Bäume,  Gebäude und Verkehrsschilder versperren den einstigen Blick, und in vielen Straßen, wie der Heiligegeiststraße, heute Puschkinstraße, ist von der historischen Bausubstanz nichts mehr zu finden. Die Autoren freuen sich, dass ihnen die Malchiner Stadtverwaltung entgegenkam und in diesem Jahr auf die Herausgabe eines Kalenders verzichtet.   

Herausgeber des 33 mal 26 Zentimeter großen Kalenders ist der Malchiner Heimatverein. Auf dem Hoffest des Heimat- und des Museumsvereins am Tag des offenen Denkmals, am 9. September, konnte der Kalender zum Preis von 10 Euro erstmals erworben werden. Die Einnahmen sind vollständig für die Arbeit des Heimatvereins bestimmt. Der Heimatverein widmet sich seit vielen Jahren der Wiederherstellung von Malchiner Denkmalen.

Malchin in alten Ansichten

 

im letzten Jahr zeigte der Malchiner Museumsverein in einer Sonderausstellung historische Stadtansichten aus der Sammlung von Torsten Gertz. Jetzt gibt es im Ausstellungsraum der St. Johanniskirche bis Ende September zu den Kirchenöffnungszeiten nochmals die Möglichkeit, sich diese Ausstellung anzusehen. Es werden Karten und Bildausschnitte von etwa 1900 bis in die 1940er Jahre gezeigt. Die Postkarten wurden gescannt, digital gereinigt und für einen vergrößerten Druck aufbereitet. Sie vermitteln einen Eindruck, wie schön Malchin bis zu seiner Zerstörung 1945 war. Auch aus denkmalpflegerischer Sicht gewinnen die Kartenmotive an größerer Bedeutung. Für die Forschung, Dokumentation und Publikation der Stadtgeschichte stellen sie eine unschätzbare Quelle dar. Und im Familienkreis enthalten sie oft Botschaften von Ahnen einer längst vergangenen Zeit.

 

Arbeitsgemeinschaft „Denkmale“ des Malchiner Heimatvereins

 

Am 10. April 2008 wurde durch den Malchiner Heimatverein die Arbeitsgemeinschaft (AG) „Denkmale“ unter Leitung des Malchiner Malermeisters Udo Dohms gegründet. Das Ziel der AG ist es, die Malchiner Denkmale zu dokumentieren und zu erhalten. Die Mitstreiter treffen sich jeden zweiten Donnerstag im Monat um 18 Uhr im Malchiner Museum. Mit den drei Kriegerdenkmälern, dem Denkmal für die gefallenen Malchiner von 1870/71, dem Mahnmal für die 1914-18 Gefallenen und dem Gedenkstein für die Mitarbeiter der Zuckerfabrik (1814-18), möchte die AG „Denkmale“ beginnen. Fotos und Dokumente zu den Objekten werden zusammengetragen und Kostenvoranschläge für deren Sanierung eingeholt.

Obwohl das Mahnmal nicht auf der Denkmalliste steht, findet der Erhalt des Kriegerdenkmals von 1870/71 großen Zuspruch. Hier hat die AG Denkmale der Stadtverwaltung Gestaltungsideen und Kostenvoranschläge zugearbeitet. Nachdem am 4. Mai 2012 das teilrestaurierte Mahnmal eingeweiht werden konnte, wurde im Oktober 2014 das gesamte Umfeld neu gestaltet. Dem beharrlichen Wirken von Udo Dohms ist es zu verdanken. dass der Beschluss der Malchiner Stadtvertreter zur Restaurierung des Denkmales am 17. Dezember 2015 mit dem Aufsetzen der Stele weiter umgesetzt werden konnte.

 

Wer den Malchiner Heimatverein bei der Wiederherstellung der Malchiner Denkmäler unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf folgendes Konto tun:

 

Heimatverein Malchin e.V.

Sparkasse Neubrandenburg-Demmin

IBAN: DE 44 1505 0200 0510 0042 88

BIC: NOLADE21NBS

Verwendungszweck: Denkmale 

Wiedereinweihung des Mahnmales

für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71

 

Seit dem Jahr 2008 engagiert sich die Arbeitsgruppe Denkmale unter dem Dach des Malchiner Heimatvereins für die Mahnmale in unserer Stadt. Dank der vielen Spenden von Privatpersonen, der Stadt Malchin und Betrieben konnte das Mahnmal für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 wieder hergerichtet werden. Als vorläufig letzte Arbeit wurde ein Zaun gesetzt, der das Denkmal, wie schon vor 140 Jahren, als Schutz umgibt. Die Firma Metallbau Duwe aus Tützpatz wurde dabei tatkräftig von den Vereinsmitgliedern unterstützt. Dem Malchiner Malermeister Udo Dohms ist es zu verdanken, dass der Erhalt der Denkmale der Stadt seit einigen Jahren in den Fokus der Stadtgeschichte gerückt ist. Am Volkstrauertag weihten die Mitglieder des Heimatvereins das Denkmal wieder ein. Dazu wurden die Spender in den Ausstellungssaal der St. Johanniskirche eingeladen. Mit einem Fachvortrag wurde der Opfer dieses Krieges und der Bedeutung, die dieses Mahnmal für uns heute hat, gedacht. Im Anschluss wurde am Denkmal mit einem Kranz der gefallenen Mecklenburger gedacht.

Zur Geschichte des Mahnmales 1870/71 - anlässlich der Wiedereinweihung im November 2017
Einweihung_1870_71_191117.pdf
PDF-Dokument [1.2 MB]

Erklärung der Arbeitsgruppe Denkmale

des Malchiner Heimatvereins


Die Erhaltung der Malchiner Denk- und Mahnmale liegt den Mitgliedern der AG sehr am Herzen. Dabei möchten wir unterstreichen, dass wir die Umstände, die zur Errichtung derselben geführt haben, zutiefst ablehnen. Die vielen Malchiner Bürger, die in den Weltkriegen ihr Leben verloren haben, hätten gerne weitergelebt. All die Opfer der sinnlosen Metzeleien sind Teil unserer Stadtgeschichte. Diese Geschichte verkörpern die Denk- und Mahnmale in Malchin und den Ortsteilen. Sie sind greifbare Zeugnisse von den düstersten Kapiteln unseres Landes. Unter diesem Aspekt ist das Engagement der Vereinsmitglieder zu sehen. Wir hoffen, dass nie wieder Denkmale für im Krieg gefallene Malchiner errichtet werden müssen.

Einer Glorifizierung der Ereignisse durch einen Wiederaufbau der Objekte erteilen wir eine strikte Absage. Einzig die Bewahrung der Denkmäler als Mahnstätten und die Erinnerung an die Opfer bestimmt unser ehrenamtliches Handeln. Es geht uns nicht um eine „Heldenehrung“ und auch nicht um die Schaffung von künftigen Aufmarschplätzen rechtsorientierter Gruppen. Dieser Verantwortung bei der Neugestaltung der Mahnmale sind sich die Mitglieder des Heimatvereins bewusst.

Hier finden Sie uns


Goethestraße 5
17139 Malchin

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