Vereinszusammenkünfte

 

Zu den Vereinssitzungen, die jeden zweiten Donnerstag im Monat im Saal des Museums stattfinden, sind Gäste herzlich willkommen. Neben den diversen Themen zur Absicherung des Museumsbetriebes wird auch immer gerne über aktuelle städtische Themen diskutiert. Ein so genannter „Klönabend“ sind die Zusammenkünfte allemal.

Nächste Vereinssitzung:            

Donnerstag, 10. August 2017

Ort:  Museum in der Stadtmühle Malchin

Zeit: 18:00 Uhr

Altstadtfest 2017

In diesem Jahr feiert Malchin sein 25. Altstadtfest. Ebenso lange sind die Mitglieder des Malchiner Heimatvereins dabei. Der Festumzug gehört zu den jährlichen Höhepunkten im Vereinsleben.

Bürgermeister Axel Müller, Boxtrainer Harri Stoll und Vereinsvorsitzender Torsten Gertz. Foto: Th. Koch

Donnerstag, 22. Juni 2017

Der 21. „Ehrenbrief der Stadt Malchin“ wurde vom Heimatverein und dem Bürgermeister an Harri Stoll für sein ehrenamtliches Engagement in der Mecklenburgischen Schweiz, insbesondere in Malchin, seine Verdienste auf dem Gebiet des Boxsports und seine beharrliche Arbeit mit jungen Menschen verliehen.  

Im nächsten Jahr werden es fünf Jahnzehnte, in denen er seine Erfahrungen an junge Boxer weitergegeben hat. Er ist der einzige Boxtrainer in Malchin und Sektionsleiter des SSV Teterow. Über 270 Jungen und Mädchen hat er im Boxsport ausgebildet. An einige Schützlinge erinnert er sich besonders gerne. So an Jürgen Schumacher, Frank Sieber oder Silvio Treuer. Seine Schützlinge haben unsere Stadt auf ihre Weise bekannter gemacht. Ohne die solide Ausbildung durch Harri Stoll wäre das nicht möglich gewesen. Besonders stolz ist er aber auf seinen Sohn Thomas. Er gewann in einem sensationellen Kampf gegen den Schweriner Stefan Müller 1993/94 den Deutschen Meistertitel.

Viel Zeit investiert der 68jährige ins Training seiner Jungs. Manchmal ist es der Ehefrau schon etwas zu viel und sie erhebt mahnend den Zeigefinger. Aber sie weiß, dass ihr Mann den jungen Männern nicht nur das Kämpfen beibringt, sondern auch Selbstdisziplin und Achtung anderen gegenüber.

Malchiner wie er haben es verdient, dass ihre Arbeit, die sie über Jahrzehnte geleistet haben und leisten, in angemessener Weise gewürdigt wird. Männer wie Harri Stoll haben das Zeug, ein Vorbild für andere zu sein. Wir können froh sein, solche Menschen in unserer Stadt zu haben. 

Samstag, 24. Juni 2017

Festumzug 2017

Thema unserer Vereine: Die Reformation in Mecklenburg/Malchin 

Die Reformationszeit zählte auch in unserer Stadt zu den bewegenden Jahren ihrer Geschichte. Thomas Aderpul wirkte hier für den lutherischen Glauben. Zum Stadtfest trifft er erstmals den Begründer der Reformation, Martin Luther. Gemeindeglieder der Ev.-Luth. St. Johanniskirchengemeinde Malchin unterstützten uns im Festumzug.

Andreas Frost, Foto: T. Gertz

Sonntag, 25. Juni 2017, Museum Malchin

Im kulturellen Frühschoppen „Talk inne Möhl“ am Altstadtfestsonntag begrüßten die Mitglieder des Heimatvereins den Schweriner Journalisten Andreas Frost. Er hat über seine Recherchen zum letzten Großherzog von Mecklenburg-Strelitz, Adolf Friedrich VI., berichtet, der sich im Februar 1918 unter ungeklärten Umständen das Leben nahm. Wir zeigten die Fernsehdokumentation „Tod eines Märchenprinzen“, in deren Anschluss Herr Frost noch spannende Details erzählte und auch gerne Fragen beantwortete.

Foto: Fotostammtisch Teterow

 „Mecklenburg in Bildern“ - so heißt die Ausstellung im Herzen der „Mecklenburgischen Schweiz“. Die Landschaft inspiriert viele Künstler und Fotografen. Der Fotostammtisch in Teterow ist deswegen genau am richtigen Ort. Die Weitläufigkeit der Landschaft mit ihren alten urwüchsigen Bäumen ist ein unerschöpfliches Thema, welches diese Gruppe immer wieder beschäftigt. Einen Blick für das Schöne zu haben ist Voraussetzung, um eine solche Ausstellung zu schaffen. So stellt sich die gesamte Gruppe fortlaufend neuen Themen, um sich gegenseitig weiterzubilden. Der „Fotostammtisch Teterow“ blickt mit Stolz auf die letzten sieben Jahre zurück. Die 20 Mitglieder um ihren Leiter Herbert Howe arbeiten ausschließlich mit digitaler Technik. Etwa in 2 bis 3 Ausstellungen im Jahr stellen sie ihre Arbeiten in der Region aus.

Bis zum 4. August 2017 sind die Fotoarbeiten im Malchiner Museum zu sehen.   

 

Arbeitsgemeinschaft „Denkmale“ des Malchiner Heimatvereins

 

Am 10. April 2008 wurde durch den Malchiner Heimatverein die Arbeitsgemeinschaft (AG) „Denkmale“ unter Leitung des Malchiner Malermeisters Udo Dohms gegründet. Das Ziel der AG ist es, die Malchiner Denkmale zu dokumentieren und zu erhalten. Die Mitstreiter treffen sich jeden zweiten Donnerstag im Monat um 18 Uhr im Malchiner Museum. Mit den drei Kriegerdenkmälern, dem Denkmal für die gefallenen Malchiner von 1870/71, dem Mahnmal für die 1914-18 Gefallenen und dem Gedenkstein für die Mitarbeiter der Zuckerfabrik (1814-18), möchte die AG „Denkmale“ beginnen. Fotos und Dokumente zu den Objekten werden zusammengetragen und Kostenvoranschläge für deren Sanierung eingeholt.

Obwohl das Mahnmal nicht auf der Denkmalliste steht, findet der Erhalt des Kriegerdenkmals von 1870/71 großen Zuspruch. Hier hat die AG Denkmale der Stadtverwaltung Gestaltungsideen und Kostenvoranschläge zugearbeitet. Nachdem am 4. Mai 2012 das teilrestaurierte Mahnmal eingeweiht werden konnte, wurde im Oktober 2014 das gesamte Umfeld neu gestaltet. Dem beharrlichen Wirken von Udo Dohms ist es zu verdanken. dass der Beschluss der Malchiner Stadtvertreter zur Restaurierung des Denkmales am 17. Dezember 2015 mit dem Aufsetzen der Stele weiter umgesetzt werden konnte.

 

Wer den Malchiner Heimatverein bei der Wiederherstellung der Malchiner Denkmäler unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf folgendes Konto tun:

 

Heimatverein Malchin e.V.

Sparkasse Neubrandenburg-Demmin

IBAN: DE 44 1505 0200 0510 0042 88

BIC: NOLADE21NBS

Verwendungszweck: Denkmale 

Einfach Spitze! Der Adler ist gelandet

 

Am Wall in Malchin ist das Kriegerdenkmal nach historischer Vorlage wieder aufgebaut, das an die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges erinnert. Acht Jahre lang kämpfte ein Malchiner dafür. Doch ganz unumstritten war dieses Vorhaben nicht.

 

Für Udo Dohms war es ein besonderer Moment. Seit acht Jahren hat der Malchiner gekämpft, dass das Kriegerdenkmal am Wall wieder aufgebaut wird. Das Wichtigste ist geschafft. Fast vor genau einem Jahr kam bereits die Stele an ihren Platz. Nun ist am Mittwoch der Adler auf der Spitze „gelandet“ und schaut jetzt in Richtung Straße. Damit ist das Monument so gut wie komplett, so wie es früher einmal ausgesehen hat. Besorgt hat den Stahlbeton-Koloss Engelhardt Kelm, der als früherer Chef von Peenestahl Neukalen beratend tätig war. Schon die Adler von Gielow und Neukalen hatte er herangeholt „Es gibt nur noch wenige Hersteller in Europa“, sagte er. In Polen baue eine Firma so etwas noch. Ein historisches Foto diente als Vorlage. Im Sommer hat er ihn bestellt, im September wurde er geliefert und dann in einer Werkstatt vorbereitet. „Wir mussten einen frostfreien Tag abwarten, bevor wir ihn montieren konnten“, erklärte Kelm. 200 Kilo wiegt der Adler, hat eine Spannweite von 116 Zentimetern und ist 1,05 Meter groß. Fritz Schnepf stellte einen Kran zur Verfügung, um den schweren Vogel auf die Säule zu hieven. Metallbauer Günter Brinkmann aus Neukalen und sein Kollege Helmut Strobach verankerten in luftiger Höhe von einer Stadtbauhof-Hebebühne aus den Vogel auf der Stele. Ganze acht Minuten hat das Ganze gedauert. „Das ist immer ein bewegender Augenblick“, meinte Kelm. Am Wall erinnert das Denkmal an elf Gefallene des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 aus Malchin und Remplin. Im September 1877 war es aufgestellt worden. Doch Ende April 1952 wurde es in einer Nacht- und Nebel-Aktion heruntergerissen. Nur noch das Podest blieb stehen. Udo Dohms nahm sich vor, das Denkmal wieder aufzubauen. Auslöser war ein Besuch von Schweizer Mädels, die für Malchin Vorschläge erarbeiten sollten, wie die Stadt schöner werden könnte. Seit 2008 arbeitet der 74-Jährige als Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Denkmale“ im Heimatverein daran, fand Mitstreiter im Museumsverein und letztendlich auch in der Stadtvertretung. Das Vorhaben war dort umstritten. Einige Stadtvertreter waren der Meinung, dass die Sanierung des Sockels ausgereicht hätte. Gegen Stele und Adler gab es Widerstand, die Stadt hätte lieber das Geld für Kinder- und Jugendarbeit ausgeben sollen. Für die Stele gab die Stadt als Denkmaleigentümer 10 000 Euro dazu. Bürger haben gespendet und der Verein machte Geld locker. „Wenn Engelhardt Kelm und Günter Brinkmann nicht geholfen hätten, wären wir noch nicht so weit“, sagte Dohms. Dass es auch Gegner des Projekts gibt, weiß der 74-Jährige. Es werde damit nicht Krieg verherrlicht, stellte er klar. „Es gehört zur Geschichte der Stadt.“ Die Gefallenen hätten hier gelebt. Tafeln mit den Namen befinden sich am Podest. Nun sollen am Denkmal noch zwei Medaillons von Kaiser Wilhelm I. und Friedrich Franz, einstiger Großherzog von Mecklenburg, angebracht werden, am liebsten mit Konterfei. „Aber da wissen wir noch nicht, woher wir die bekommen“, so Dohms. Zudem soll nächstes Jahr das Denkmal noch sandsteinfarben gestrichen werden. Angedacht ist auch der Bau eines Zauns, aber hierfür stehe die Finanzierung noch nicht, müsse erst Geld gesammelt werden. Voraussichtlich im Frühjahr soll das Denkmal wieder eingeweiht werden.

 

Autorin: Kirsten Gehrke

Quelle: Nordkurier, Mecklenburger Schweiz, 25.11.2016, Seite 17

Erklärung der Arbeitsgruppe Denkmale

des Malchiner Heimatvereins


Die Erhaltung der Malchiner Denk- und Mahnmale liegt den Mitgliedern der AG sehr am Herzen. Dabei möchten wir unterstreichen, dass wir die Umstände, die zur Errichtung derselben geführt haben, zutiefst ablehnen. Die vielen Malchiner Bürger, die in den Weltkriegen ihr Leben verloren haben, hätten gerne weitergelebt. All die Opfer der sinnlosen Metzeleien sind Teil unserer Stadtgeschichte. Diese Geschichte verkörpern die Denk- und Mahnmale in Malchin und den Ortsteilen. Sie sind greifbare Zeugnisse von den düstersten Kapiteln unseres Landes. Unter diesem Aspekt ist das Engagement der Vereinsmitglieder zu sehen. Wir hoffen, dass nie wieder Denkmale für im Krieg gefallene Malchiner errichtet werden müssen.

Einer Glorifizierung der Ereignisse durch einen Wiederaufbau der Objekte erteilen wir eine strikte Absage. Einzig die Bewahrung der Denkmäler als Mahnstätten und die Erinnerung an die Opfer bestimmt unser ehrenamtliches Handeln. Es geht uns nicht um eine „Heldenehrung“ und auch nicht um die Schaffung von künftigen Aufmarschplätzen rechtsorientierter Gruppen. Dieser Verantwortung bei der Neugestaltung der Mahnmale sind sich die Mitglieder des Heimatvereins bewusst.

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