Vereinszusammenkünfte

 

Zu den Vereinssitzungen, die jeden zweiten Donnerstag im Monat im Saal des Museums stattfinden, sind Gäste herzlich willkommen. Neben den diversen Themen zur Absicherung des Museumsbetriebes wird auch immer gerne über aktuelle städtische Themen diskutiert. Ein so genannter „Klönabend“ sind die Zusammenkünfte allemal.

Nächste Vereinssitzung:            

Donnerstag, 11. Juli 2019

Ort:  Museum in der Stadtmühle Malchin

Zeit: 18:00 Uhr

Altstadtfest 2019

Foto: Th. Koch

Udo Dohms ist Träger des Ehrenbriefes der Stadt Malchin 2019

 

Die Geschichte unserer Stadt haben die Einwohner, Kriege und Herrscher mitbestimmt. Alle hinterließen Spuren in der Geschichte Malchins. Seien es die Stadttore aus dem 14. und 15. Jahrhundert, die markanten Gebäude wie die Kirche oder das Rathaus, die wenigen Denkmale, die Malchin vorzuweisen hat oder die freien Flächen in der Wargentiner und der Karl-Dressel-Straße, die man als sehr langsam heilende Wunden des letzten Krieges bezeichnen kann. Natürlich machten auch, vornehmlich, Männer Geschichte.

Und mindestens ein Mann von diesen ist heute unter uns. Er hat sich den Spuren der Geschichte angenommen und sie wieder in das Bewusstsein der Malchiner gerückt und damit selbst Geschichte geschrieben. Die Rede ist von Udo Dohms.

Als Malchiner Jung wurde er 1942 als Sohn eines Schmiedes und Maschinenschlossers geboren. Er besuchte die Grundschule und erlebte den schweren Anfang unserer Stadt nach dem verheerenden Weltkrieg mit. Seine Lehre als Maler und Lackierer absolvierte er bei Malermeister Otto Schultz.

Seit 1968 ist er als selbständiger Handwerker in Malchin bekannt. Die Liste seiner Ämter und Ehrenämter im Handwerk ist sehr lang.

Stellvertretender PGH Vorsitzender, Mitglied und später auch Vorsitzender der Meisterprüfungskommission ... Präsident der Handwerkskammer Neubrandenburg und später der von Ostmecklenburg-Vorpommern.Udo ist Träger der Ehrennadel des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks in Gold. Seit dem Jahr 2008 ist er Ehrenpräsident der Handwerkskammer Ostmecklenburg-Vorpommern.

Als einer seiner Brüder sich aufmachte um im Westen ein neues Leben zu beginnen, blieb dessen Boot in Malchin zurück. Udo erlernte die Segelei und fand schnell Gefallen an diesem Freizeitsport. Seit 1968 findet man ihn oft auf dem Wasser. Von 1999 bis zu diesem Jahr war er Vorsitzender des „Malchiner Seglerverein e.V.“.

Irgendwann möchte jeder einmal genauer wissen, wo er herkommt, wer seine Vorfahren waren. So erging es auch Udo Dohms. Seine Recherchearbeit führte ihn zum „Verein für Mecklenburgische Familien- und Personengeschichte e.V.“, dessen Mitglied er seit 2003 ist. Seit dem Jahr 2015 arbeitet er an der Erstellung eines Ortsfamilienbuches für unsere Stadt. Alle in den Kirchenbüchern Malchins aufgeführten Personen trägt er per Computer zusammen und kann auf diese Weise ganze Familienzusammenhänge nachweisen. Die Herausgabe seines Buches, das bereits über 50.000 Personen enthält, ist für dieses Jahr geplant. Udo schenkt unserer Stadt damit ein Stück Geschichte zum Nachlesen.

 

Im Jahr 2010 stieß er die Diskussion um den Erhalt der Denkmale in unserer Stadt an. Beim Heimatverein rannte er damit offene Türen ein. Er nahm die Einladung zur Mitarbeit in unserem Verein an und wurde ziemlich schnell zu einem unserer aktivsten Mitglieder. Seit 2017 ist er der Zweite Vorsitzende des Heimatvereins.

Das Ergebnis seiner ehrenamtlichen Arbeit sieht man am Wall an der Wargentiner Straße stehen. Die Stadt hat das Umfeld des Denkmals neu gestaltet, die Stadtvertreter stimmten für den Wiederaufbau des an die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges erinnernden Mahnmals, und so wurde ein Ort geschaffen, der unsere Stadt schmückt und zugleich die Sinnlosigkeit eines Krieges vor Augen führt. Dies haben wir Leuten wie Udo Dohms zu verdanken!

 

Die Energie, die Udo Dohms bei seinen Aktionen an den Tag legt, ist bewundernswert. Er gibt nicht auf. Sein Motto ist: einfach machen! Er zeigt uns, was man in einer kleinen Stadt wie Malchin schaffen kann.

 

Foto: T. Bengelsdorf

Festumzug zum Stadtfest

 

Fünf Mitglieder des Heimat- und des Museumsvereins nahmen am Festumzug 2019 teil. Wir stellten Straßenhändler dar, wie sie vor vielen Jahrzehnten in Malchin anzutreffen waren.

Von links nach rechts waren das eine Blumenhändlerin, eine Kartenlegerin, ein Buchverkäufer, ein Bäckergeselle und ein Kiepenkrämer. Alle brachten während des Umzuges ihre Waren unters Volk. 

 

Talk inne Möhl

 

Der traditionelle Frühschoppen des Heimatvereins am Altstadtfestsonntag wurde von etwa 30 Gästen besucht. Eine richtige Entscheidung! Die Räume des Museums in der ehemaligen Stadtmühle waren noch einigermaßen kühl. Und das Thema des Vormittags versprach beste Unterhaltung. Dr. Arnold Hückstädt stellte in seinem Vortrag den beliebten plattdeutschen Schriftsteller Rudolf Tarnow vor. Tarnow wurde 1867 in Parchim geboren, absolvierte eine Lehre in einer Tuchfabrik und ging mit 20 Jahren zum Militär. Diese Zeit prägte ihn und spiegelt sich auch in seinen Werken wieder.

Der Einfluss von Reuter und der Stadt Stavenhagen ließ ihn zur Einweihung des Reuter-Denkmals auf dem Markt endgültig zum Schriftsteller werden. Die lustigen Gedichte und Geschichten sind fast jedem bekannt. Einige trug Dr. Hückstädt den Gästen des Heimatvereins vor. 1933 starb Rudolf Tarnow in Schwerin.  

Heinz Winter Ausstellung

 

Bis zum 2. August 2019 gedenkt das Malchiner Museum in einer Sonderausstellung dem Wirken des Kunsterziehers Heinz Winter in unserer Stadt. In einer kleinen Ausstellung werden neben Bildern auch Keramikarbeiten des bekannten Lehrers gezeigt.

Geboren wurde Heinz Winter 1929 in Boldebuck bei Güstrow. Nach dem Besuch der dortigen einklassigen Landschule und der anschließenden Lehrerbildungsanstalt in Güstrow, arbeitete er von 1946 bis 1951 als Gemeindeschreiber in seinem Heimatdorf. Schon dort begann er mit dem Malen. Ab 1951 absolvierte er eine Ausbildung zum Neulehrer und war anschließend in Schlieffenberg und Altstrelitz tätig. Nach dem Fernstudium am Institut für Kunsterziehung in Erfurt wirkte er ab 1952 als Fachlehrer für Kunsterziehung an verschiedenen Schulen Malchins. Ab 1963 arbeitete er als Lehrer an der Oberschule II (Richard-Ehrlich-Oberschule/Blumenschule). Seine Werke wurden auf Ausstellungen in Neubrandenburg, Malchin und Berlin gezeigt. 1987 verstarb Heinz Winter nach schwerer Krankheit.

Eine Region erinnert sich ihres großen Sohnes „Fritz Reuter“

 

Dipl. Ing. (FH) Dieter Wegner aus Graal-Müritz stellt bis zum 13. Juli 2019 seine Briefmarkensammlung zum Thema Fritz Reuter im Malchiner Museum aus. Der einst im Baustoffkombinat Malchin tätige Sammler begann schon in der Kindheit mit seinem Hobby und war einige Jahre Vorsitzender der AG Philatelie in Malchin. Seit 1989 leitet er die Tauschgruppe in Graal-Müritz.

„Zu Reuter muss man ein Verhältnis haben“ sagte der Sammler auf der Vernissage. Seit 1959 ließ ihn das Thema um den Plattdeutschautor nicht mehr los. Äußerst interessante Stücke sind nun im Malchiner Museum zu sehen. Darunter Briefe an den Bürgermeister Reuter, von der Gräfin Hahn und an Reuters Dozenten Bechstein. Mehrere philatelistische Belege runden die Sammlung ab. So zum Beispiel ein kompletter Reuter-Bogen und eine umfangreiche Sammlung von Poststempeln der Reuterstadt.  

Dampfspielzeug begeistert Besucher

 

Herr Werner Frach und seine Gattin Jenny haben vor fünf Jahren ein Haus in der Schweriner Straße in Malchin erworben und mit viel Mühe wieder hergestellt. Das Haus steht unter Denkmalschutz. Während dieses Zeitraumes der Renovierung haben Herr Frach und seine Frau viele liebe Bürger Malchins kennen und schätzen gelernt und fühlen sich hier sehr wohl. Mit großem Interesse sahen Frachs die Exponate zu Siegfried Markus im Malchiner Stadtmuseum.

Da Herr Frach seit 45 Jahren historisches Dampfspielzeug sammelt, möchte er einen Teil seiner Sammlung dem Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung stellen. Das ist nun geschehen. Über 40 Dampfspielzeug-Modelle sind in der Siegfried-Marcus-Abteilung in einer Vitrine zu sehen. Ausgestellt sind Dampfmaschinen der Firmen Doll, Neumeier, Schoenner, Bing, Carette und weiteren. Einige Objekte können auch käuflich erworben werden. Bei den Besuchern rufen die Mini-Dampfmaschinen manch schöne Erinnerung an längst vergangene Spielzeugträume hervor. 

 

Arbeitsgemeinschaft „Denkmale“ des Malchiner Heimatvereins

 

Am 10. April 2008 wurde durch den Malchiner Heimatverein die Arbeitsgemeinschaft (AG) „Denkmale“ unter Leitung des Malchiner Malermeisters Udo Dohms gegründet. Das Ziel der AG ist es, die Malchiner Denkmale zu dokumentieren und zu erhalten. Die Mitstreiter treffen sich jeden zweiten Donnerstag im Monat um 18 Uhr im Malchiner Museum. Mit den drei Kriegerdenkmälern, dem Denkmal für die gefallenen Malchiner von 1870/71, dem Mahnmal für die 1914-18 Gefallenen und dem Gedenkstein für die Mitarbeiter der Zuckerfabrik (1814-18), möchte die AG „Denkmale“ beginnen. Fotos und Dokumente zu den Objekten werden zusammengetragen und Kostenvoranschläge für deren Sanierung eingeholt.

Obwohl das Mahnmal nicht auf der Denkmalliste steht, findet der Erhalt des Kriegerdenkmals von 1870/71 großen Zuspruch. Hier hat die AG Denkmale der Stadtverwaltung Gestaltungsideen und Kostenvoranschläge zugearbeitet. Nachdem am 4. Mai 2012 das teilrestaurierte Mahnmal eingeweiht werden konnte, wurde im Oktober 2014 das gesamte Umfeld neu gestaltet. Dem beharrlichen Wirken von Udo Dohms ist es zu verdanken. dass der Beschluss der Malchiner Stadtvertreter zur Restaurierung des Denkmales am 17. Dezember 2015 mit dem Aufsetzen der Stele weiter umgesetzt werden konnte.

 

Wer den Malchiner Heimatverein bei der Wiederherstellung der Malchiner Denkmäler unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf folgendes Konto tun:

 

Heimatverein Malchin e.V.

Sparkasse Neubrandenburg-Demmin

IBAN: DE 44 1505 0200 0510 0042 88

BIC: NOLADE21NBS

Verwendungszweck: Denkmale 

Wiedereinweihung des Mahnmales

für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71

 

Seit dem Jahr 2008 engagiert sich die Arbeitsgruppe Denkmale unter dem Dach des Malchiner Heimatvereins für die Mahnmale in unserer Stadt. Dank der vielen Spenden von Privatpersonen, der Stadt Malchin und Betrieben konnte das Mahnmal für die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 wieder hergerichtet werden. Als vorläufig letzte Arbeit wurde ein Zaun gesetzt, der das Denkmal, wie schon vor 140 Jahren, als Schutz umgibt. Die Firma Metallbau Duwe aus Tützpatz wurde dabei tatkräftig von den Vereinsmitgliedern unterstützt. Dem Malchiner Malermeister Udo Dohms ist es zu verdanken, dass der Erhalt der Denkmale der Stadt seit einigen Jahren in den Fokus der Stadtgeschichte gerückt ist. Am Volkstrauertag weihten die Mitglieder des Heimatvereins das Denkmal wieder ein. Dazu wurden die Spender in den Ausstellungssaal der St. Johanniskirche eingeladen. Mit einem Fachvortrag wurde der Opfer dieses Krieges und der Bedeutung, die dieses Mahnmal für uns heute hat, gedacht. Im Anschluss wurde am Denkmal mit einem Kranz der gefallenen Mecklenburger gedacht.

Zur Geschichte des Mahnmales 1870/71 - anlässlich der Wiedereinweihung im November 2017
Einweihung_1870_71_191117.pdf
PDF-Dokument [1.2 MB]
Foto: T. Gertz

Erklärung der Arbeitsgruppe Denkmale

des Malchiner Heimatvereins


Die Erhaltung der Malchiner Denk- und Mahnmale liegt den Mitgliedern der AG sehr am Herzen. Dabei möchten wir unterstreichen, dass wir die Umstände, die zur Errichtung derselben geführt haben, zutiefst ablehnen. Die vielen Malchiner Bürger, die in den Weltkriegen ihr Leben verloren haben, hätten gerne weitergelebt. All die Opfer der sinnlosen Metzeleien sind Teil unserer Stadtgeschichte. Diese Geschichte verkörpern die Denk- und Mahnmale in Malchin und den Ortsteilen. Sie sind greifbare Zeugnisse von den düstersten Kapiteln unseres Landes. Unter diesem Aspekt ist das Engagement der Vereinsmitglieder zu sehen. Wir hoffen, dass nie wieder Denkmale für im Krieg gefallene Malchiner errichtet werden müssen.

Einer Glorifizierung der Ereignisse durch einen Wiederaufbau der Objekte erteilen wir eine strikte Absage. Einzig die Bewahrung der Denkmäler als Mahnstätten und die Erinnerung an die Opfer bestimmt unser ehrenamtliches Handeln. Es geht uns nicht um eine „Heldenehrung“ und auch nicht um die Schaffung von künftigen Aufmarschplätzen rechtsorientierter Gruppen. Dieser Verantwortung bei der Neugestaltung der Mahnmale sind sich die Mitglieder des Heimatvereins bewusst.

Hier finden Sie uns


Goethestraße 5
17139 Malchin

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