Vereinszusammenkünfte

 

Zu den Vereinssitzungen, die jeden zweiten Donnerstag im Monat im Saal des Museums stattfinden, sind Gäste herzlich willkommen. Neben den diversen Themen zur Absicherung des Museumsbetriebes wird auch immer gerne über aktuelle städtische Themen diskutiert. Ein so genannter „Klönabend“ sind die Zusammenkünfte allemal.

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Donnerstag, 9. November 2017

Ort:  Museum in der Stadtmühle Malchin

Zeit: 18:00 Uhr

12. Malchiner Museumshoffest 2017

 

Am Tag des offenen Denkmals feierten die Mitglieder des Malchiner Heimat- und des Museumsvereins gemeinsam das 12. Museumshoffest an der ehemaligen Stadtmühle. Mit einem Schuss aus der Handkanone eröffnete Andreas Teggatz von den Malchiner Schützenbrüdern das Fest. Die Vereinsmitglieder wurden von den Kammeraden der Freiwilligen Feuerwehr unterstützt, die für das leibliche Wohl sorgten. Jan Tessin unterhielt die Gäste mit seinen Country-Songs und wurde dafür mit viel Beifall bedacht. Der von den Mitgliedern selbstgebackene Kuchen fand bei den Besuchern reißenden Absatz.

Die 1881 gebaute Stadtmühle besitzt auch eine Turbine, die zum Museumshoffest zu besichtigen war. Die nach seinem Entwickler benannte Francis-Turbine ist nur über den Hof des Museums zu erreichen; eine Treppe führt hinab zur Peene, von wo man durch eine Tür in den Turbinenraum gelangt. Die Turbine wurde 1849 vom amerikanischen Ingenieur James Bicheno Francis entwickelt. Francis wurde am 18.Mai 1815 in Southleigh bei Axminter in England geboren. Mit 18 Jahren wanderte er 1833 nach Amerika aus. Schon mit 22 Jahren war er als Chefingenieur einer bedeutenden Maschinenfabrik in Lowel (Massachusetts) tätig. Hier starb er am 18.September 1892. Im selben Jahr traten in Deutschland die ersten verbesserten Formen dieser Turbine auf. Die Francis-Turbine verdrängte zunehmend die traditionellen Wasserräder und ist noch heute in vielen Mühlen Deutschlands anzutreffen. Die Turbine in der Mühle funktioniert nicht mehr. In den letzten Jahrzehnten wurde der Turbinenraum als Fäkaliengrube für die Betriebs- und Wohnräume der Mühle genutzt. Erst bei der Brückensanierung in den Jahren 1995-1997 wurde der Turbinenraum begehbar gemacht.

Unter dem Titel „Momente des Sehens“ sind in der aktuellen Sonderausstellungen Zeichnungen, Aquarelle und Arbeiten in Acryl von Heidi Rau zu sehen. Scheinbar mit fixen Pinselstrichen hat sie die Schönheit und die Leichtigkeit der Natur auf ihren Bildern festgehalten. Für die 77jährige einstige Kunsterzieherin, die in Rheinsberg tätig war und Ausstellungen in Potsdam, Neuruppin und Rheinsberg hatte, gehört das Zeichnen und farbige Gestalten der Natur und Landschaft seit ihrer Kindheit zu den liebsten Beschäftigungen.

Am Informationsstand des Vereins für mecklenburgische Familien- und Personengeschichte e.V. gab Udo Dohms Ratschläge für die eigene Ahnenforschung und informierte über die Erstellung eines Ortsfamilienbuches für Malchin.

Ein Hingucker auf dem Museumshoffest war die Motorkutsche von Ekkehard Gesell, die fahrbereit ihre Heimat im Stall des Museumshofes gefunden hat.

Bei herrlichem Wetter verbrachten die Gäste einen angenehmen Tag am Museum. 

Fotoausstellung „Mecklenburg-Vorpommern“

 

Harald Schröder, Jahrgang 1949, konnte bei der Eröffnung seiner Fotoausstellung leider nicht dabei sein. Er wurde durch die Familie seines Sohnes vertreten. Auf 15 Fotos vermittelt der Hobbyfotograf einen Eindruck seiner Sicht auf unser Bundesland, insbesondere der Malchiner Region. Nach der Schulzeit in Demmin begann der gebürtige Pensiner eine Lehre im KfL-Malchin. Seit 2011 hat sich der Maschineningenieur der Fotografie verschrieben. Noch bis zum 27. Oktober sind die Arbeiten von Harald Schröder im Malchiner Museum zu sehen. 

 

Arbeitsgemeinschaft „Denkmale“ des Malchiner Heimatvereins

 

Am 10. April 2008 wurde durch den Malchiner Heimatverein die Arbeitsgemeinschaft (AG) „Denkmale“ unter Leitung des Malchiner Malermeisters Udo Dohms gegründet. Das Ziel der AG ist es, die Malchiner Denkmale zu dokumentieren und zu erhalten. Die Mitstreiter treffen sich jeden zweiten Donnerstag im Monat um 18 Uhr im Malchiner Museum. Mit den drei Kriegerdenkmälern, dem Denkmal für die gefallenen Malchiner von 1870/71, dem Mahnmal für die 1914-18 Gefallenen und dem Gedenkstein für die Mitarbeiter der Zuckerfabrik (1814-18), möchte die AG „Denkmale“ beginnen. Fotos und Dokumente zu den Objekten werden zusammengetragen und Kostenvoranschläge für deren Sanierung eingeholt.

Obwohl das Mahnmal nicht auf der Denkmalliste steht, findet der Erhalt des Kriegerdenkmals von 1870/71 großen Zuspruch. Hier hat die AG Denkmale der Stadtverwaltung Gestaltungsideen und Kostenvoranschläge zugearbeitet. Nachdem am 4. Mai 2012 das teilrestaurierte Mahnmal eingeweiht werden konnte, wurde im Oktober 2014 das gesamte Umfeld neu gestaltet. Dem beharrlichen Wirken von Udo Dohms ist es zu verdanken. dass der Beschluss der Malchiner Stadtvertreter zur Restaurierung des Denkmales am 17. Dezember 2015 mit dem Aufsetzen der Stele weiter umgesetzt werden konnte.

 

Wer den Malchiner Heimatverein bei der Wiederherstellung der Malchiner Denkmäler unterstützen möchte, kann dies mit einer Spende auf folgendes Konto tun:

 

Heimatverein Malchin e.V.

Sparkasse Neubrandenburg-Demmin

IBAN: DE 44 1505 0200 0510 0042 88

BIC: NOLADE21NBS

Verwendungszweck: Denkmale 

Einfach Spitze! Der Adler ist gelandet

 

Am Wall in Malchin ist das Kriegerdenkmal nach historischer Vorlage wieder aufgebaut, das an die Gefallenen des Deutsch-Französischen Krieges erinnert. Acht Jahre lang kämpfte ein Malchiner dafür. Doch ganz unumstritten war dieses Vorhaben nicht.

 

Für Udo Dohms war es ein besonderer Moment. Seit acht Jahren hat der Malchiner gekämpft, dass das Kriegerdenkmal am Wall wieder aufgebaut wird. Das Wichtigste ist geschafft. Fast vor genau einem Jahr kam bereits die Stele an ihren Platz. Nun ist am Mittwoch der Adler auf der Spitze „gelandet“ und schaut jetzt in Richtung Straße. Damit ist das Monument so gut wie komplett, so wie es früher einmal ausgesehen hat. Besorgt hat den Stahlbeton-Koloss Engelhardt Kelm, der als früherer Chef von Peenestahl Neukalen beratend tätig war. Schon die Adler von Gielow und Neukalen hatte er herangeholt „Es gibt nur noch wenige Hersteller in Europa“, sagte er. In Polen baue eine Firma so etwas noch. Ein historisches Foto diente als Vorlage. Im Sommer hat er ihn bestellt, im September wurde er geliefert und dann in einer Werkstatt vorbereitet. „Wir mussten einen frostfreien Tag abwarten, bevor wir ihn montieren konnten“, erklärte Kelm. 200 Kilo wiegt der Adler, hat eine Spannweite von 116 Zentimetern und ist 1,05 Meter groß. Fritz Schnepf stellte einen Kran zur Verfügung, um den schweren Vogel auf die Säule zu hieven. Metallbauer Günter Brinkmann aus Neukalen und sein Kollege Helmut Strobach verankerten in luftiger Höhe von einer Stadtbauhof-Hebebühne aus den Vogel auf der Stele. Ganze acht Minuten hat das Ganze gedauert. „Das ist immer ein bewegender Augenblick“, meinte Kelm. Am Wall erinnert das Denkmal an elf Gefallene des Deutsch-Französischen Krieges 1870/71 aus Malchin und Remplin. Im September 1877 war es aufgestellt worden. Doch Ende April 1952 wurde es in einer Nacht- und Nebel-Aktion heruntergerissen. Nur noch das Podest blieb stehen. Udo Dohms nahm sich vor, das Denkmal wieder aufzubauen. Auslöser war ein Besuch von Schweizer Mädels, die für Malchin Vorschläge erarbeiten sollten, wie die Stadt schöner werden könnte. Seit 2008 arbeitet der 74-Jährige als Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Denkmale“ im Heimatverein daran, fand Mitstreiter im Museumsverein und letztendlich auch in der Stadtvertretung. Das Vorhaben war dort umstritten. Einige Stadtvertreter waren der Meinung, dass die Sanierung des Sockels ausgereicht hätte. Gegen Stele und Adler gab es Widerstand, die Stadt hätte lieber das Geld für Kinder- und Jugendarbeit ausgeben sollen. Für die Stele gab die Stadt als Denkmaleigentümer 10 000 Euro dazu. Bürger haben gespendet und der Verein machte Geld locker. „Wenn Engelhardt Kelm und Günter Brinkmann nicht geholfen hätten, wären wir noch nicht so weit“, sagte Dohms. Dass es auch Gegner des Projekts gibt, weiß der 74-Jährige. Es werde damit nicht Krieg verherrlicht, stellte er klar. „Es gehört zur Geschichte der Stadt.“ Die Gefallenen hätten hier gelebt. Tafeln mit den Namen befinden sich am Podest. Nun sollen am Denkmal noch zwei Medaillons von Kaiser Wilhelm I. und Friedrich Franz, einstiger Großherzog von Mecklenburg, angebracht werden, am liebsten mit Konterfei. „Aber da wissen wir noch nicht, woher wir die bekommen“, so Dohms. Zudem soll nächstes Jahr das Denkmal noch sandsteinfarben gestrichen werden. Angedacht ist auch der Bau eines Zauns, aber hierfür stehe die Finanzierung noch nicht, müsse erst Geld gesammelt werden. Voraussichtlich im Frühjahr soll das Denkmal wieder eingeweiht werden.

 

Autorin: Kirsten Gehrke

Quelle: Nordkurier, Mecklenburger Schweiz, 25.11.2016, Seite 17

Erklärung der Arbeitsgruppe Denkmale

des Malchiner Heimatvereins


Die Erhaltung der Malchiner Denk- und Mahnmale liegt den Mitgliedern der AG sehr am Herzen. Dabei möchten wir unterstreichen, dass wir die Umstände, die zur Errichtung derselben geführt haben, zutiefst ablehnen. Die vielen Malchiner Bürger, die in den Weltkriegen ihr Leben verloren haben, hätten gerne weitergelebt. All die Opfer der sinnlosen Metzeleien sind Teil unserer Stadtgeschichte. Diese Geschichte verkörpern die Denk- und Mahnmale in Malchin und den Ortsteilen. Sie sind greifbare Zeugnisse von den düstersten Kapiteln unseres Landes. Unter diesem Aspekt ist das Engagement der Vereinsmitglieder zu sehen. Wir hoffen, dass nie wieder Denkmale für im Krieg gefallene Malchiner errichtet werden müssen.

Einer Glorifizierung der Ereignisse durch einen Wiederaufbau der Objekte erteilen wir eine strikte Absage. Einzig die Bewahrung der Denkmäler als Mahnstätten und die Erinnerung an die Opfer bestimmt unser ehrenamtliches Handeln. Es geht uns nicht um eine „Heldenehrung“ und auch nicht um die Schaffung von künftigen Aufmarschplätzen rechtsorientierter Gruppen. Dieser Verantwortung bei der Neugestaltung der Mahnmale sind sich die Mitglieder des Heimatvereins bewusst.

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